Volumenmessung von Hohlräumen an einer Spannbetonbrücke

Thema:

Volumenmessung von Hohlräumen an einer Spannbetonbrücke

Aufgabenstellung:

An der Brücke (50 Jahre alt) besteht erhöhter Sanierungsbedarf. Unter anderem gilt es, in die Hohlräume der Spannelemente Vergussmasse (Zementmischung) einzubringen. Die Forderung besteht darin, das Hohlraumvolumen zu bestimmen, um die Menge des Vergussmaterials festzulegen. Dieses muss in nur einem Arbeitsgang eingebracht werden.

Methode:

Die Volumenbestimmung erfolgte durch eine Evakuierung mit der Bestimmung des abgesaugten Normluftvolumens. Zu Einsatz kam ein thermisches Verfahren mit dem Gerät FC100-CA der Firma Flow Vision GmbH. Die Volumenströme wurden per Datenlogger aufgezeichnet und, über die Zeit integriert, das Luftnormvolumen bestimmt. Im Falle eines leckbehafteten Hohlraums wurde das Luftvolumen über die erreichte Druckdifferenz interpoliert.

Ergebnis:

Im Falle des dichten Hohlraumes war die Volumenbestimmung unkritisch. Die Größe des Hohlraumes war im Vorfeld abschätzbar und wurde durch die Messergebnisse plausibel bestätigt. Im Falle des leckbehafteten Hohlraums wurde über die Volumenbestimmung der Luft bis zum Erreichen eines konstanten Restdruckes rechnerisch auf das Restvolumen unter bestehendem Restdruck geschlossen. Auch hier wurden plausible Ergebnisse erzielt, wenngleich hierbei eine Toleranz von +20% aus Sicherheitsgründen eingerechnet wurde.

 

Volumenmessung von Hohlräumen an einer Spannbetonbrücke

Volumenmessung von Hohlräumen an einer Spannbetonbrücke

 

Weitere Aussichten:

Dieses Verfahren ist denkbar auch für andere Anwendungen, bei denen es auf eine Volumenbestimmung ankommt und die Hohlräume vermessungstechnisch nicht oder nur mit Aufwand erreichbar sind. Die untere Volumengrenze sollte bei 5-10 Litern liegen, nach oben ist die Leistungsfähigkeit der Vakuumpumpe maßgebend.

Anlagen:

Volumenmessung von Hohlräumen an einer Spannbetonbrücke

In Zusammenarbeit mit BAURAL
Spezialbaugesellschaft mbH